Drecksack

Du bist weggelaufen, denn vom Vater stets berührt.

Die Mutter hat nur weggeschaut, den Finger nicht gerührt.

Scham und Ekel regen sich, wenn du nur an ihn denkst.

Drum ist es dieses Leben, das verdrängst.

 

 

Arm zu Arm und Reich zu Reich,

das sagt uns der Verstand.

Arm zu Reich, dem Schicksal gleich,

liegt nicht in unsrer Hand.

 

 

Es ist ein Drecksack, schau sie dir an,

sie leidet jeden Tag.

Es ist ein Drecksack,

sie leidet nur

und das ein Leben lang.

 

Mit ihren Reizen lockt die Stadt; die Hure Babylon.

Träume voller Glamour; in Wahrheit Endstation.

Aus Fotos werden Filme, Porno statt Edelkleid.

Das Licht es färbt sich rot; Einsamkeit.

 

 

Arm zu Arm und Reich zu Reich,

das sagt uns der Verstand.

Arm zu Reich, dem Schicksal gleich,

liegt nicht in unsrer Hand.

 

 

Es ist ein Drecksack, schau sie nur an,

sie leidet jeden Tag.

Es ist ein Drecksack,

sie leidet nur

und das ein Leben lang.

 

Das Leben war so voll von Schmerz.

Gebrochen wurd' des Kindes Herz.

Der Strich, den letzten Faden reißt.

Der Freier auf den Vater weist.

 

Die Flucht ins Nichts durch Heroin.

Wo war ihr Leben, wo der Sinn?

So legt sie sich zum Schlafen nieder

und schließt enttäuscht die Augenlider.

 

 

Arm zu Arm und Reich zu Reich,

das sagt uns der Verstand.

Arm zu Reich, dem Schicksal gleich,

liegt nicht in unsrer Hand.

 

Es ist ein Drecksack, schau sie nur an,

sie leidet jeden Tag.

Es ist ein Drecksack, sie leidet nur und das ein Leben lang.

 

 

 


Text: Christian Bayer

Komposition: Christian Bayer

Texter: Christian Bayer

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